Einleitung
Erbsensuppe kann rustikal und wärmend sein, aber auch leicht und zitronig oder sanft-würzig mit Kokos und Curry. Gemeinsam ist allen Varianten die cremige Basis der Erbse: Sie bindet natürlich, liefert milde Süße und macht schon nach einem Teller angenehm satt. Die drei Rezepte hier decken die Bandbreite ab: eine klassische, sämige Suppe mit getrockneten Spalterbsen, Speck und Würstchen; eine frühlingshafte Version mit TK-Erbsen, Zitrone und frischer Minze; und eine cremige Curry-Kokos-Suppe mit Ingwer, die durch Limette und Koriander lebendig wirkt. Jedes Rezept ist in einer modernen Kachel aufgebaut: grobe Nährwerte, übersichtliche Zutaten und ausführliche Zubereitung mit Hinweisen zu Konsistenz, Timing und Abschmecken. Wer besonders seidige Ergebnisse mag, püriert teilweise und lässt immer einen Teil der Erbsen ganz – so bleibt die Textur spannend. Wichtig: Salz nicht zu früh und nicht zu kräftig zugeben, denn Erbsen und Brühe konzentrieren sich beim Köcheln. Am Ende wird mit Säure (Zitrone/Limette/Essig) balanciert, bis die Süße der Erbsen klar und frisch wirkt.Rezept 1: Klassische Erbsensuppe mit Spalterbsen, Speck & Würstchen
Energie
≈ 520 kcal
Eiweiß
≈ 29 g
Fett
≈ 22 g
Kohlenhydrate
≈ 54 g
Ballaststoffe
≈ 16 g
Zutaten (4 großzügige Portionen)
- 350 g gelbe oder grüne Spalterbsen, gespült
- 120 g durchwachsener Speck in Würfeln
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 1 Stange Lauch (nur das Helle), in Ringen
- 2 Möhren und 1 Stück Sellerie (je ca. 100 g), klein gewürfelt
- 1 EL Tomatenmark (für Tiefe)
- 1,2–1,4 L Gemüse- oder Fleischbrühe
- 1 Lorbeerblatt, 1 TL Majoran, ½ TL Thymian
- 2–3 Wiener Würstchen oder Mettenden, in Scheiben
- 2 TL Apfelessig (Finish), Salz, Pfeffer
- Petersilie zum Bestreuen
Zubereitung
- Speck in einem großen Topf bei mittlerer Hitze langsam auslassen, bis er leicht gebräunt ist. Das Fett aromatisiert die Basis; wenn wenig Fett austritt, 1 TL Öl ergänzen, damit Zwiebel und Gemüse gleichmäßig anschwitzen.
- Zwiebel, Lauch, Möhren und Sellerie 5–6 Minuten glasig dünsten. Dabei gelegentlich rühren, bis der Gemüseduft süßlich wird. Tomatenmark 1 Minute mitrühren, bis es dunkler wird – das bringt Tiefe und leichte Röstnoten.
- Spalterbsen zugeben, mit Brühe aufgießen, Lorbeer, Majoran und Thymian einlegen. Aufkochen, dann auf leises Köcheln reduzieren und 45–60 Minuten sanft garen, bis die Erbsen cremig zerfallen. Deckel halb aufgelegt lassen, damit nichts überkocht, aber genug verdampft, um die Suppe sämig zu machen.
- Ein Drittel der Suppe grob pürieren (Stabmixer) und zurückrühren. So entsteht eine cremige Basis, in der noch ganze Erbsen und Gemüsestückchen für Biss sorgen.
- Würstchenscheiben zugeben und 5 Minuten leise ziehen lassen. Erst jetzt salzen: Brühe, Speck und Würstchen bringen bereits Würze. Mit Pfeffer und 1–2 TL Apfelessig balancieren – die Säure hebt die Süße der Erbsen.
- Konsistenz prüfen: Für dicker 5 Minuten offen einkochen, für flüssiger etwas Brühe ergänzen. Mit Petersilie bestreuen und heiß servieren. Brot oder Brötchen passen perfekt, um die Ränder aus dem Teller zu wischen.
Rezept 2: Frühlingshafte Erbsensuppe mit Zitrone, Joghurt & Minze (vegetarisch)
Energie
≈ 360 kcal
Eiweiß
≈ 15 g
Fett
≈ 14 g
Kohlenhydrate
≈ 44 g
Ballaststoffe
≈ 9 g
Zutaten (4 Portionen)
- 600 g TK-Erbsen (aufgetaut)
- 1 Schalotte, fein gewürfelt
- 1 kleine Kartoffel (ca. 120 g), in Würfeln
- 1 EL Olivenöl, 15 g Butter (oder mehr Olivenöl)
- 800 ml Gemüsebrühe
- Abrieb von 1 Bio-Zitrone + 2–3 EL Saft
- 150 g griechischer Joghurt (oder Skyr), 2 EL zum Garnieren
- 1 Handvoll Minzblätter, grob gezupft
- Salz, weißer Pfeffer
- Optional: 40 g fein geriebener Parmesan oder vegetarische Alternative
Zubereitung
- Schalotte in Öl und Butter 3–4 Minuten glasig dünsten, bis sie süßlich duftet. Kartoffelwürfel zugeben und 2 Minuten mitrühren; die Stärke der Kartoffel hilft später beim Binden, ohne die Suppe schwer zu machen.
- Brühe angießen und die Kartoffel 8–10 Minuten sanft köcheln, bis sie fast weich ist. Erst jetzt die Erbsen zugeben und 3–4 Minuten mitköcheln – TK-Erbsen brauchen nur kurz, sonst verlieren sie Farbe und Frische.
- Topf vom Herd ziehen, Zitronenabrieb und die Hälfte des Zitronensafts einrühren. Joghurt zugeben und sofort mit dem Stabmixer fein pürieren, bis die Suppe seidig ist. Nicht mehr kochen, sonst könnte der Joghurt ausflocken.
- Mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken und bei Bedarf den restlichen Zitronensaft zugeben: Die Säure soll die Süße der Erbsen glasklar machen, nicht dominieren. Wer Parmesan nutzt, rührt ihn jetzt ein – er verleiht leichte Umami-Tiefe.
- Minze erst kurz vor dem Servieren grob einmixen oder darüberstreuen, damit sie frisch bleibt. Mit einem Klecks Joghurt und einem Faden Olivenöl garnieren. Die Farbe soll leuchten, die Textur samtig gleiten.
Rezept 3: Cremige Curry-Kokos-Erbsensuppe mit Ingwer & Limette (glutenfrei, laktosefrei)
Energie
≈ 430 kcal
Eiweiß
≈ 13 g
Fett
≈ 24 g
Kohlenhydrate
≈ 44 g
Ballaststoffe
≈ 10 g
Zutaten (4 Portionen)
- 500 g TK-Erbsen
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, gehackt
- 20 g frischer Ingwer, fein gerieben
- 1–1½ EL mildes Currypulver oder gelbe Currypaste
- 1 Dose Kokosmilch (400 ml, vollfett)
- 500 ml Gemüsebrühe
- 1 TL Sojasauce oder Tamari, 1 TL Honig oder Ahornsirup
- Saft von 1 Limette, Abrieb ½ Limette
- 2 EL Öl, Salz
- Zum Servieren: Koriander, Chiliflocken, geröstete Kokoschips (optional)
Zubereitung
- Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebel 3–4 Minuten glasig dünsten. Knoblauch und Ingwer 30 Sekunden mitrühren, bis es duftet. Currypulver kurz einstäuben und 15 Sekunden anrösten – das hebt die Gewürze ohne Bitterstoff.
- Kokosmilch und Brühe zugießen, aufkochen und die Erbsen einstreuen. 4–5 Minuten leise köcheln lassen; die Erbsen sollen durchwärmen, aber ihre Farbe behalten.
- Mit Sojasauce/Tamari und Honig abrunden, dann die Suppe fein pürieren. Für extra seidig eine Minute länger mixen; wer lieber Struktur mag, hebt am Ende eine Handvoll ganzer Erbsen ein.
- Mit Limettensaft und etwas Abrieb frisch machen. Jetzt erst salzen – die Sojasauce bringt schon Salz. Konsistenz bei Bedarf mit etwas Brühe lockern oder 2–3 Minuten offen einkochen.
- In Schalen füllen, mit Koriander, ein paar Chiliflocken und Kokoschips garnieren. Die Suppe soll warm-würzig, cremig und durch die Limette klar enden – genau dieser Bogen macht sie so rund.











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