Einleitung
Die Vor-Weihnachtszeit schmeckt nach warmen Gewürzen, Zitrusduft und gerösteten Nüssen. Draußen wird es früh dunkel, drinnen sorgen Lichterketten, Tee und ein vollgepackter Ofen für Stimmung. Die fünf Rezepte hier sind darauf zugeschnitten: Sie gelingen ohne Spezialgeräte, lassen sich gut vorbereiten und bringen genau die Aromen auf den Tisch, die wir jetzt lieben – von Bratapfel mit Marzipan bis zum Spekulatius-Tiramisu im Glas. Dazu gibt es eine samtige Kürbis-Orangen-Suppe mit Zimt-Croutons, ein würziges Lachsblech mit Rosenkohl und Honig-Senf sowie ein knuspriges Lebkuchen-Granola, das sich auch verschenken lässt. Jedes Rezept ist in einer modernen Kachel strukturiert: grobe Nährwerte, Zutaten, dann klare, ausführliche Schritte mit praktischen Hinweisen für Timing, Konsistenz und Finish.Rezept 1: Klassischer Bratapfel mit Marzipan, Nüssen & Vanillesoße
Energie
≈ 360 kcal
Eiweiß
≈ 6 g
Fett
≈ 14 g
Kohlenhydrate
≈ 53 g
Ballaststoffe
≈ 7 g
Zutaten (4 Portionen)
- 4 säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop)
- 60 g Marzipanrohmasse
- 50 g gemischte Nüsse (Walnuss, Mandel), grob gehackt
- 30 g Rosinen oder Cranberries
- 1 EL Orangenmarmelade
- 1 TL Zimt, 1 Prise gemahlener Kardamom
- 20 g Butter (oder pflanzlich)
- 100 ml Apfelsaft
- Zum Servieren: Vanillesoße oder Vanilleeis
Zubereitung
- Backofen auf 190 °C vorheizen. Von jedem Apfel den Deckel abschneiden und das Kerngehäuse mit einem Ausstecher entfernen, sodass ein Hohlraum entsteht. Achte darauf, den Boden nicht zu durchstoßen, damit der Saft später im Apfel bleibt.
- Marzipan mit Nüssen, Rosinen, Marmelade, Zimt und Kardamom verkneten. Die Masse soll klebrig, aber formbar sein; wenn sie zu fest ist, 1 TL Apfelsaft zugeben. So verteilt sich das Aroma gleichmäßig und die Füllung bleibt saftig.
- Äpfel in eine ofenfeste Form setzen, Füllung hineindrücken und je ein Butterflöckchen obenauf geben. Den Apfelsaft in die Form gießen. Die Flüssigkeit karamellisiert leicht und sorgt für eine glänzende, aromatische Sauce.
- 25–30 Minuten backen, bis die Äpfel weich sind und die Schale feine Falten wirft. Wenn sie sehr groß sind, die Zeit um 5 Minuten verlängern. Die Füllung soll leicht gebräunt sein und duften.
- Mit Vanillesoße oder einer Kugel Eis servieren. Beim Anrichten etwas Formsaft über den Apfel löffeln – das rundet Süße und Säure ab und gibt Glanz.
Rezept 2: Spekulatius-Tiramisu im Glas (ohne Ei, optional alkoholfrei)
Energie
≈ 420 kcal
Eiweiß
≈ 8 g
Fett
≈ 26 g
Kohlenhydrate
≈ 40 g
Ballaststoffe
≈ 2 g
Zutaten (6 Gläser)
- 250 g Spekulatius
- 250 g Mascarpone
- 200 g Schlagsahne
- 200 g Quark (20 % Fett)
- 60 g Puderzucker, 1 TL Vanilleextrakt
- 200 ml starker Kaffee, abgekühlt
- 2–3 EL Amaretto (optional) oder zusätzlich Kaffee
- 1 Bio-Orange: Abrieb
- Kakao zum Bestäuben, Granatapfelkerne zur Deko
Zubereitungsschritte
- Sahne steif schlagen und kaltstellen. Mascarpone, Quark, Puderzucker, Vanille und Orangenabrieb glatt rühren, dann die Sahne in zwei Portionen luftig unterheben. Die Creme soll standfest, aber weich sein – so lässt sie sich sauber schichten.
- Kaffee und Amaretto mischen. Spekulatius grob zerbrechen, kurz in die Flüssigkeit tauchen und den Boden der Gläser damit auslegen. Nicht zu lange tränken: Die Kekse sollen durchziehen, aber Form behalten.
- Eine Schicht Creme einfüllen, erneut Spekulatius auflegen und wieder Creme darüber geben. Mit einer kleinen Offset-Palette die Oberfläche glattziehen, damit das Kakaopulver später gleichmäßig haftet.
- Mindestens 2 Stunden kühlen, besser über Nacht. Kurz vor dem Servieren mit Kakao bestäuben und mit ein paar Granatapfelkernen bestreuen. Die Säure der Kerne bringt Frische in die Gewürzsüße.
Rezept 3: Kürbis-Orangen-Suppe mit Zimt-Croutons & gerösteten Kernen
Energie
≈ 290 kcal
Eiweiß
≈ 7 g
Fett
≈ 12 g
Kohlenhydrate
≈ 36 g
Ballaststoffe
≈ 8 g
Zutaten (4 Portionen)
- 700 g Hokkaido, in Würfeln
- 1 Zwiebel, grob gewürfelt
- 1 Knoblauchzehe, halbiert
- 1 kleine Kartoffel, gewürfelt
- 2 EL Olivenöl
- 700 ml Gemüsebrühe
- 150 ml Orangensaft, Abrieb 1 Bio-Orange
- 50 ml Sahne oder Kokosmilch
- Salz, Pfeffer, Prise Zimt
- Croutons: 2 Scheiben Weißbrot, 1 EL Butter, 1 Prise Zimt, Salz
- Topping: 2 EL Kürbiskerne, kurz geröstet
Zubereitung
- In einem Topf Öl erhitzen und Zwiebel mit Knoblauch 2–3 Minuten glasig anschwitzen. Kürbis- und Kartoffelwürfel zugeben und weitere 3 Minuten rühren, damit leichte Röstaromen entstehen. So wird die Suppe später runder im Geschmack.
- Brühe angießen, aufkochen und 12–15 Minuten leise köcheln, bis das Gemüse weich ist. Orangensaft und Abrieb einrühren und 2 Minuten miterwärmen. Die Zitrusnote hebt die Süße des Kürbisses.
- Suppe fein pürieren, Sahne zugeben und mit Salz, Pfeffer und einer Spur Zimt abschmecken. Die Konsistenz soll samtig, nicht dickbreiig sein; bei Bedarf etwas Brühe ergänzen.
- Für Croutons Butter in einer Pfanne schmelzen, Brotwürfel darin goldbraun rösten, mit Zimt und einer Prise Salz würzen. Kurz auf Küchenpapier abtropfen, damit sie knusprig bleiben.
- Suppe in Schalen füllen, mit Croutons und gerösteten Kernen bestreuen. Wer mag, zieht mit dem Löffel einen kleinen Sahnewirbel ein – das gibt Glanz und Kontrast.
Rezept 4: Gewürz-Lachsblech mit Rosenkohl, Honig-Senf & Orangen
Energie
≈ 520 kcal
Eiweiß
≈ 35 g
Fett
≈ 30 g
Kohlenhydrate
≈ 28 g
Ballaststoffe
≈ 8 g
Zutaten (4 Portionen)
- 600–700 g Lachsfilet (mit Haut)
- 600 g Rosenkohl, geputzt und halbiert
- 2 kleine rote Zwiebeln, in Spalten
- 2 Bio-Orangen, in dünnen Scheiben
- 2 EL Olivenöl
- Marinade: 1 EL Honig, 1 EL grober Senf, 1 TL Dijon, 1 TL Sojasauce, 1 TL Zitronensaft
- Gewürzmix: 1 TL Zimt, 1 TL Paprika edelsüß, ½ TL gemahlener Koriander, Salz, Pfeffer
- Zum Servieren: frische Petersilie
Zubereitungsschritte
- Backofen auf 210 °C vorheizen. Rosenkohl und Zwiebelspalten mit Öl, Salz, Pfeffer und der Hälfte des Gewürzmixes mischen und auf einem Blech verteilen. 12 Minuten rösten, damit das Gemüse Farbe bekommt und später zum Lachs passt.
- Inzwischen Marinade anrühren und den restlichen Gewürzmix unterheben. Die Mischung soll süß-würzig und leicht salzig schmecken; bei Bedarf mit Honig oder Sojasauce feinjustieren.
- Lachs salzen, pfeffern und mit der Marinade bestreichen. Nach den ersten 12 Minuten das Blech herausziehen, Orangenscheiben auf das Gemüse legen und den Lachs mittig aufsetzen. So garen alle Komponenten in einem Durchgang.
- Weitere 10–12 Minuten backen, je nach Dicke des Filets. Der Lachs ist perfekt, wenn er sich mit der Gabel in saftige Lamellen teilen lässt und die Orangenscheiben leicht karamellisiert sind.
- Mit Petersilie bestreuen und sofort servieren. Wer mag, schwenkt das Gemüse kurz im Bratensaft – so verbinden sich Honig, Senf und Zitrus zu einer glänzenden Glasur.
Rezept 5: Lebkuchen-Granola (zum Frühstück & Verschenken)
Energie
≈ 230 kcal
Eiweiß
≈ 5 g
Fett
≈ 9 g
Kohlenhydrate
≈ 31 g
Ballaststoffe
≈ 4 g
Zutaten (1 Blech, ca. 12 Portionen)
- 300 g zarte Haferflocken
- 80 g gehackte Mandeln
- 60 g Walnüsse, grob gehackt
- 40 g Kokoschips
- 2 TL Lebkuchengewürz, ½ TL Zimt, Prise Salz
- 70 g Ahornsirup oder Honig
- 50 g geschmolzenes Kokosöl oder neutrales Öl
- 1 TL Vanilleextrakt
- 80 g getrocknete Cranberries (nach dem Backen)
- Optional: 60 g Zartbitter-Drops
Zubereitung
- Backofen auf 160 °C vorheizen und ein Blech mit Papier auslegen. Flocken, Nüsse, Kokoschips und Gewürze in einer großen Schüssel mischen. Durch das Vorvermengen verteilen sich die Aromen später gleichmäßig.
- Sirup, Öl und Vanille verrühren und über die Trockenmischung geben. Alles gründlich mischen, bis keine trockenen Stellen bleiben; beim Drücken in der Hand soll es leicht zusammenhaften.
- Die Masse in einer gleichmäßigen Schicht aufs Blech drücken. 12 Minuten backen, wenden, wieder andrücken und weitere 8–10 Minuten backen, bis es gold ist. Das Andrücken sorgt für knackige Cluster.
- Vollständig auskühlen lassen, erst dann in Stücke brechen. Cranberries (und optional Drops) unterheben. Luftdicht verpackt hält das Granola 3–4 Wochen frisch.
- Zum Verschenken in saubere Gläser füllen und mit Band sowie einem kleinen Etikett versehen. Ein Hinweis „mit Nüssen“ ist praktisch, falls Allergien eine Rolle spielen.













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