Rinderrouladen sind ein echter Klassiker der deutschen Küche – herzhaft, aromatisch und wunderbar zart. Dieses Rezept kombiniert dünn geschnittenes Rindfleisch mit würzigem Speck, Zwiebeln und Gewürzgurken. Das Ergebnis ist ein Gericht, das nicht nur fantastisch schmeckt, sondern auch Erinnerungen an Sonntage bei der Familie weckt. Mit etwas Zeit, Geduld und einem guten Bräter gelingt dir ein perfektes, saftiges Ergebnis mit tiefbrauner Sauce, die einfach zum Hineintunken einlädt. Ich koche Rouladen besonders gerne an kalten Tagen – sie wärmen Körper und Seele zugleich.
Los geht’s!
Das Rezept reicht für 4 Portionen und dauert etwa 2,5 Stunden. Ein klassisches Sonntagsessen, das Zeit braucht, aber jede Minute wert ist. Serviert mit Kartoffelpüree, Rotkohl oder Klößen ist es ein echter Genussmoment – traditionell, deftig und unvergleichlich aromatisch.
Rezept im Überblick
Zutaten
- 4 Rinderrouladen (je ca. 150–180 g)
- 4 TL Senf (mittelscharf)
- 8 Scheiben Speck
- 2 Zwiebeln (in feine Ringe geschnitten)
- 4 Gewürzgurken (in Streifen)
- Salz, Pfeffer
- 2 EL Öl zum Anbraten
- 2 Möhren (gewürfelt)
- ½ Stange Lauch (in Ringe)
- ½ Sellerieknolle (gewürfelt)
- 1 EL Tomatenmark
- 500 ml Rinderbrühe
- 200 ml Rotwein (optional, für kräftige Sauce)
- 1 Lorbeerblatt
- 1 TL Stärke zum Binden
Zubereitung
- Fleisch vorbereiten: Rinderrouladen auf einem Schneidebrett flach auslegen. Falls sie zu dick sind, mit einem Fleischklopfer leicht plattieren. So garen sie gleichmäßig und lassen sich besser rollen.
- Würzen & belegen: Jede Roulade mit Salz und Pfeffer bestreuen, dünn mit Senf bestreichen. Anschließend mit je zwei Scheiben Speck, Zwiebelringen und Gurkenstreifen belegen – die Füllung sollte bis zum Rand reichen, aber nicht überstehen.
- Rollen & fixieren: Die Seiten leicht einschlagen und die Roulade fest aufrollen. Mit Küchengarn oder Rouladennadeln fixieren. Achte darauf, dass sie stabil sind, damit beim Schmoren nichts herausfällt.
- Anbraten: In einem Bräter das Öl erhitzen und die Rouladen von allen Seiten kräftig anbraten, bis sie eine schöne dunkle Bräunung haben. Dieser Schritt ist entscheidend für den Geschmack der Sauce.
- Gemüse & Tomatenmark: Rouladen herausnehmen, das Suppengemüse ins Bratfett geben und einige Minuten anrösten. Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten, bis es leicht karamellisiert – das sorgt für Tiefe im Geschmack.
- Ablöschen: Mit Rotwein ablöschen (optional) und den Bratensatz lösen. Danach die Brühe zugießen, Lorbeerblatt hinzufügen und die Rouladen zurück in den Bräter legen.
- Schmoren: Den Deckel aufsetzen und bei niedriger Hitze oder im Ofen bei 160 °C (Umluft 140 °C) ca. 2 Stunden schmoren. Gelegentlich prüfen, ob noch genug Flüssigkeit im Bräter ist – ggf. Brühe nachgießen.
- Sauce zubereiten: Nach Ende der Garzeit Rouladen herausnehmen, warm stellen. Sauce durch ein Sieb streichen, entfetten und leicht mit Stärke binden. Mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas Zucker abschmecken.
- Anrichten: Rouladen mit Sauce, Rotkohl oder Gurkensalat und Kartoffelpüree servieren. Außen zart, innen saftig – so muss das perfekte Sonntagsessen schmecken.
Nährwerte & Vitamine
| Nährstoff | Menge pro Portion |
|---|---|
| Energie | 650 kcal |
| Kohlenhydrate | 15 g |
| – davon Zucker | 4 g |
| Eiweiß | 45 g |
| Fett | 38 g |
| Vitamine & Mineralstoffe | Vitamin B12, Zink, Eisen |
Allergiehinweise & Alternativen
| Allergen | Alternative |
|---|---|
| Sellerie | Mehr Lauch oder Karotten verwenden |
| Rotwein (Sauce) | Mit Brühe ersetzen |
Serviervorschläge
Die Rouladen schmecken klassisch mit Kartoffelpüree und Rotkohl, aber auch mit Spätzle oder Semmelknödeln. Ein Klecks Preiselbeeren rundet den herzhaften Geschmack ab. Serviert auf vorgewärmten Tellern mit reichlich Sauce ist es das perfekte Festessen.
Häufige Fehler & Tipps
Ein häufiger Fehler ist zu kurzes Schmoren – die Rouladen brauchen Zeit, um zart zu werden. Auch das scharfe Anbraten vor dem Schmoren ist entscheidend, sonst fehlt das Röstaroma. Wenn du magst, kannst du die Rouladen einen Tag vorher zubereiten – am nächsten Tag sind sie oft noch besser, weil die Sauce durchgezogen ist.
Herkunft & Geschichte
Rinderrouladen haben ihren Ursprung in der mitteleuropäischen Hausmannskost und wurden traditionell mit Resten von Gemüse und Speck gefüllt. Heute gelten sie als typisches Sonntagsgericht und Symbol der klassischen deutschen Küche. Schon früher wurde Rindfleisch langsam geschmort, um zäheres Fleisch butterzart zu machen – eine Technik, die bis heute unverändert geblieben ist.
Weitere Variationen
Statt Gurken und Speck kannst du auch Gemüsefüllungen verwenden – zum Beispiel mit Karottenstreifen, Pilzen oder Kräutern. Wer es intensiver mag, gibt in die Sauce etwas Senf oder Sahne. Für einen bayerischen Touch kannst du sie mit Brezenknödeln servieren.
Was passt dazu?
Ein kräftiger Rotwein wie Spätburgunder oder Bordeaux passt hervorragend zu den würzigen Rinderrouladen. Als Beilage harmonieren Rotkohl, Rosenkohl oder Erbsen und Möhren. Zum Abschluss empfiehlt sich ein leichtes Dessert – etwa Apfelstrudel oder Vanillecreme.
Fazit
Rinderrouladen mit Speck, Zwiebeln und Gurken sind ein kulinarischer Klassiker, der in keiner Rezeptsammlung fehlen darf. Zartes Fleisch, kräftige Sauce und die herzhafte Füllung machen sie zum Inbegriff der traditionellen Küche – ein Gericht, das Herz und Bauch gleichermaßen wärmt.











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