Coleslaw zum Grillen ist die cremige, knackige Grillbeilage, die zu BBQ-Gerichten wie geschaffen ist. Ob neben fettig-knusprigen Spareribs, einem rauchigen Pulled-Pork-Burger oder zarten Hähnchen-Thighs vom Rost – Coleslaw bringt genau das, was diese kräftigen Grillspeisen brauchen: Frische durch den Kohl, Cremigkeit durch das Dressing und eine leichte Süße, die die Schärfe und Salzigkeit der Grillgerichte ausbalanciert. Es ist kein Zufall, dass Coleslaw das meistservierte Side-Dish in amerikanischen BBQ-Restaurants ist.
Was Coleslaw von anderen Grillbeilagen unterscheidet, ist seine Textur-Stärke: Der Weißkohl bleibt auch nach Stunden im Dressing knackig und hält seine Struktur, während andere Salate zusammenfallen. Das macht Coleslaw zur idealen Grillbeilage für Partys und Grill-Events, bei denen die Beilagen oft lange auf dem Tisch stehen bevor alle fertig gegessen haben. Das cremige Dressing aus Mayonnaise, Joghurt, Essig und Senf zieht mit der Zeit tiefer in den Kohl ein und macht den Salat besser, nicht schlechter.
Dieses Rezept zeigt, wie du mit dem richtigen Schnitt des Kohls, dem optimalen Salzen und einem ausgewogenen Dressing einen Coleslaw zubereitest, der das Beste aus beiden Welten vereint: amerikanisches BBQ-Feeling und Frische als perfekte Begleitung zu allem vom deutschen Grill.
So startest du durch
Den Weißkohl dünn zu schneiden oder zu hobeln ist der wichtigste Schritt für einen guten Coleslaw. Mit einem scharfen Messer oder einer Mandoline in feinste Streifen schneiden – grob geschnittener Kohl bleibt zu fest und nimmt das Dressing nicht an. Die äußeren Blätter und den Strunk entfernen, dann vierteln und von der Ecke aus in hauchdünne Streifen schneiden.
Das Salzen des geschnittenen Kohls vor dem Vermengen mit dem Dressing ist der Profi-Schritt für bessere Coleslaw-Textur: 1 TL Salz über den geschnittenen Kohl geben, durchmischen und 20 Minuten stehen lassen. Der Kohl gibt Wasser ab (entzieht überschüssige Feuchtigkeit) und wird dabei gleichzeitig weicher und knackiger – ein scheinbarer Widerspruch, der sich als echter Qualitätsunterschied zeigt. Vor dem Vermengen mit dem Dressing gründlich abtropfen und mit kaltem Wasser abspülen.
Schritt für Schritt kochen
🛒 Zutaten
- 700 g Weißkohl, fein gehobelt oder geschnitten
- 2 Karotten, grob gerieben
- ½ rote Zwiebel, sehr fein gewürfelt
- Für das Dressing: 120 g Mayonnaise
- 80 g griechischer Joghurt
- 2 EL Apfelessig
- 1 EL Zucker
- 1 TL Dijon-Senf
- Salz & Pfeffer
- Optional: 2 EL frische Petersilie oder Schnittlauch
- Optional: 1 EL Meerrettich für mehr Schärfe
👨🍳 Zubereitung
- Schritt 1: Weißkohl vierteln, Strunk entfernen, in feinste Streifen schneiden oder hobeln.
- Schritt 2: Mit 1 TL Salz vermengen, 20 Minuten stehen lassen, dann abspülen und abtropfen.
- Schritt 3: Karotten grob reiben, rote Zwiebel sehr fein würfeln.
- Schritt 4: Mayonnaise, Joghurt, Apfelessig, Zucker und Senf zu einem Dressing verrühren.
- Schritt 5: Kohl, Karotten und Zwiebel in eine große Schüssel geben.
- Schritt 6: Dressing darüber geben und gründlich aber vorsichtig vermengen.
- Schritt 7: Abschmecken – ggf. mehr Essig, Zucker oder Salz anpassen.
- Schritt 8: Mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen.
- Schritt 9: Kurz vor dem Grillen nochmals durchmischen, abschmecken und servieren.
💡 Coleslaw als Grillbeilage immer mindestens 1 Stunde vor dem Grillen vorbereiten – besser 3–4 Stunden oder über Nacht. Je länger er zieht, desto cremiger und aromatischer wird er. Kurz vor dem Servieren nochmals abschmecken und optional frische Kräuter unterheben.
Wichtige Küchenhelfer
| Utensil | Verwendung |
|---|---|
| 🍳 Große Schüssel (min. 4 l) | Für ausreichend Platz beim Vermengen des großen Kohlvolumens mit dem Dressing. |
| 🍳 Reibe (grob) | Für die Karotten – mittlere Reibe ergibt die schönste Textur im Coleslaw. |
| 🍳 Sieb | Zum Abtropfen nach dem Salzen – überschüssige Feuchtigkeit raus vor dem Dressing. |
Ernährungsinfo pro Portion
| Nährstoff | Menge pro Portion |
|---|---|
| Kalorien | 195 kcal |
| Kohlenhydrate | 12 g |
| – davon Zucker | 8 g |
| Eiweiß | 3 g |
| Fett | 14 g |
| Ballaststoffe | 4 g |
| Vitamin C | 45 mg |
| Vitamin K | 68 µg |
| Folsäure | 52 µg |
Verträglichkeit & Alternativen
| Allergen | Alternative |
|---|---|
| ⚠️ Eier (Mayonnaise) | ✅ Vegane Mayonnaise aus Aquafaba |
| ⚠️ Milch (Joghurt) | ✅ Sojajoghurt oder Kokosmilch-Joghurt |
| ⚠️ Senf | ✅ Durch etwas Kurkuma und Apfelessig ersetzen |
| ⚠️ Sellerie (ggf. in Mayonnaise) | ✅ Zutaten der Mayonnaise prüfen |
Präsentation & Serving
Coleslaw zum Grillen in einer großen Schüssel servieren, die direkt auf dem Grillbuffet steht. Er hält sich auch ohne Kühlung 2–3 Stunden ohne zu leiden, was ihn zur unkompliziertesten Grillbeilage für Partys macht. Wer einen Burger-Grill-Abend veranstaltet, serviert den Coleslaw direkt auf dem Burger – das ist die klassische amerikanische BBQ-Art.
Als In-Burger-Grillbeilage ist Coleslaw auf gezogenem Pulled-Pork, neben Spareribs oder zu Chicken-Burgern vom Grill unschlagbar. Er bringt Cremigkeit und Frische in Gerichte, die sonst zu schwer und fettig wären. Eine kleine Handvoll Coleslaw auf dem Burgerpattie serviert verändert das gesamte Geschmacksbild.
Das solltest du vermeiden
Den Kohl nicht vorher salzen ist der häufigste Fehler. Ungesalzener Kohl gibt das Wasser erst nach dem Vermengen mit dem Dressing ab – das macht das Dressing wässrig und dünn. Das 20-minütige Salzen und Abtropfen ist ein unverzichtbarer Schritt für cremigen Coleslaw mit stabiler Konsistenz.
Zu süßes Dressing ist ein weiterer häufiger Fehler. Coleslaw zum Grillen soll ausgewogen sein – die Säure des Essigs muss die Süße des Zuckers balancieren. Immer abschmecken und ggf. mehr Essig hinzufügen, bis das Dressing weder zu süß noch zu sauer ist.
Geschichte & kultureller Ursprung
Coleslaw hat seinen Ursprung im niederländischen Koolsla (Kohlsalat) und wurde von niederländischen Einwanderern nach Amerika gebracht. Die cremige Version mit Mayonnaise-Dressing ist eine amerikanische Entwicklung des 19. Jahrhunderts, die sich mit dem Aufstieg der Mayonnaise als Massenprodukt verbreitete.
In Deutschland wurde Coleslaw als Grillbeilage durch den Einfluss amerikanischer BBQ-Kultur populär. Mit dem Boom der Burger-Restaurants in den 2010er Jahren wurde Coleslaw zur festen Grillbeilage und Burger-Begleitung in der deutschen Grillkultur.
Varianten & Alternativen
Ein asiatischer Slaw für den Grill mit Sesam-Ingwer-Dres
sing, Mango-Streifen und gerösteten Sesam-Samen passt perfekt zu gegrilltem Hähnchen mit Teriyaki-Glasur. Ein roter Krautsalat mit Apfel, Walnüssen und Balsamico ist die herbstliche Grillbeilage.
Für eine leichtere Version den Joghurt erhöhen und die Mayonnaise reduzieren oder durch Avocado-Creme ersetzen. Ein scharfer Jalapeño-Coleslaw mit Chili, Koriander und Limettensaft ist die mexikanische Grillbeilage für Tacos vom Rost.
Getränke & Beilagen
Coleslaw als Grillbeilage passt besonders gut zu allem mit rauchig-intensivem Grillcharakter: Pulled Pork, Spareribs, Chicken Wings und BBQ-Burger. Die Cremigkeit des Coleslaws ist das perfekte Gegengewicht zu diesen kräftigen Grillgerichten.
Zu trinken passt ein eiskaltes Bier, eine Limonade oder ein Eistee. Die Frische und leichte Säure des Coleslaws ergänzt die Bitterheit eines guten Lagers oder die Süße eines Eistees perfekt.
Abschließende Gedanken
Coleslaw zum Grillen ist die unverzichtbare amerikanische Grillbeilage, die jedes BBQ-Erlebnis vervollständigt. Cremig, knackig, ausgewogen – und je früher zubereitet, desto besser. Das ist die Stärke dieser Grillbeilage.
Bereite ihn am nächsten Grill-Nachmittag bereits morgens zu und stelle ihn in den Kühlschrank. Wenn der Grill angeworfen wird, ist der Coleslaw schon perfekt durchgezogen und bereit, den Abend zu bereichern.











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